Das Aphasiker-Zentrum NRW e.V.
Eine Beratungs- und Begegnungsstätte
Die Aphasiebewegung in Nordrhein-Westfalen entstand 1992 mit der Gründung des Landesverbandes für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.
Durch die Zunahme der Schlaganfallpatienten mit Aphasie differenzierten sich die Aufgabenbereiche immer mehr, der Arbeitsaufwand nahm zu.
Die Vorstellung einer wohnortnahen Koordinationsstelle für die Aphasiker in NRW wurde immer deutlicher.
So wurde das Aphasiker-Zentrum NRW e.V. im Februar 1996 durch eine Initiative des Bundesverbandes für die Rehabilitation der Aphasiker e.V., des Landesverbandes für die Rehabilitation der Aphasiker NRW e.V. und des Philippusstiftes gGmbH, katholisches Krankenhaus Essen-Borbeck eröffnet.
Die Beratung, Betreuung und Therapie sind wesentliche Aufgaben des AZN e.V.
Den Betroffenen werden Informationen über die Erkrankung sowie die Therapie und Rehabilitations-möglichkeiten vermittelt. Sie erhalten Hilfestellungen bei vielen sozialrechtlichen Fragen und Problemen.
Im Rahmen von zwei- bis fünftägigen Familien- und Angehörigenseminaren, die vom AZN e.V. koordiniert und inhaltlich gestaltet werden, lernen Aphasiker und ihre Angehörigen den Umgang mit der Sprachstörung und dem Schlaganfall mit all seinen Folgen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Initiierung, Förderung und Koordination der Selbsthilfearbeit in NRW. Das Zentrum ist gleichzeitig Geschäftsstelle des Landesverbandes der Aphasiker NRW e. V.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit werden die Risikofaktoren, die zu einem Schlaganfall und zur Aphasie führen, der breiten Öffentlichkeit dargestellt.
Hier steht besonders die Vermeidung des Schlaganfalls im Vordergrund
Die Akademie bietet Fort- und Weiterbildungen in Vorträgen, Symposien und Seminaren für Aphasiker und ihre Angehörigen, therapeutisches Fachpersonal, Ärzte und Pflegepersonal an.
Themenschwerpunkte sind hier der Umgang mit dem Schlaganfall und der Aphasie im häuslichen und professionellen Bereich und die Vorstellung neuer medizinischer und therapeutischer Ansätze in Kooperation mit Akut- und Rehabilitationskliniken.
Aphasie-Regionalzentren in NRW
Die beiden zentralen Aufgaben sind die qualifizierte, unbürokratische Beratung und die Betreuung von Patienten mit neurologischen Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen (Aphasie, Dysarthrophonie, Sprechapraxie etc.) und ihrer Angehörigen auf regionaler Ebene.
Betroffene und ihre Angehörige finden bedingt durch die kurzen Wegstrecken wohnortsnahe Ansprechpartner für ihre Fragen, Sorgen und Bedürfnisse.
Neben der Beratung und der psychosozialen Betreuung von Patienten mit neurologisch bedingten Kommunikationsstörungen fördern und initiieren die Leiter der Regionalzentren die Aphasiker-Selbsthilfebewegung und ihre örtlichen Selbsthilfegruppen.
Hierzu gehört auch die intensive Öffentlichkeitsarbeit.
Darüber hinaus sind umfangreiche Schulungs- und Bildungsprojekte für Betroffene und ihrer Angehörigen, zur Förderung ihrer Kompetenz bei der Bewältigung ihrer veränderten Situation, ein wesentliches Aufgabenfeld für die Regionalzentren.
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